Neuigkeiten aus  Peramiho:

Juli 2020

Vor kurzem bekamen wir einen Brief von Br. Ansgar Stüfe bezüglich der aktuellen Situation in Peramiho.  Auch in Tansania ist die Corona Epidemie angekommen, verlief wohl aber anders als erwartet und sicher auch anders, als bei uns in Europa. Da es keine Tests gibt, sind Ärzte und Krankenhäuser auf Vermutungen und indirekte Anzeichen angewiesen, müssen diese deuten und  daraus lernen. Sicher ist jedenfalls, dass die Krankheit bisher vielleicht nicht so viele Todesopfer wie erwartet gefordert hat, aber die Folgen der wirtschaftlichen Krise und der sich daraus ergebenden Armut wird sichtbar. Im Augenblick hat man Sorge, ob  die allgemeinen medizinischen Leistungen aufrecht erhalten werden können.  Die vorhandenen Gelder werden in diesem Jahr überwiegend für den laufenden Betrieb verwendet werden. Wie immer folgt unten der ausführliche Brief von Bruder Ansgar zum genauen Nachlesen.

 

 

 

 

Im Februar 2020 haben wir das Kloster Münsterschwarzach besucht und konnten unsere Spende aus den Erlösen des letzten Jahres an Bruder Samuel übergeben.  Das Geld geht an das Krankenhaus in Peramiho. Genaueres ist nachzulesen im unten angefügten Brief von Bruder Ansgar Stüfe. 

 

 

Mit einem Schreiben vom Dezember 2019 informiert uns Br. Ansgar Stüfe über den aktuellen Stand der Gesundheitsversorgung rund um Peramiho.  Es gibt viele positive Nachrichten, gleichzeitig aber führt uns  dieser Brief vor Augen, dass man nicht nachlassen darf:  die Programme müssen kontinuierlich fortgesetzt werden und auch das Krankenhaus braucht immer wieder Erneuerung, Erweiterung und die Fortbildung des Personals.

Zum genauen Nachlesen im Anschluss der Brief von Br. Ansgar:

 

 

 

In Tansania unterstüzten wir über die Missionsbenediktiner Münsterschwarzach vor allem  zwei Projekte: das St. Josefhospital in Peramiho und die Krankenstation Litembo.

Das Krankenhaus in Peramiho dient der Erstversorgung und als Überweisungszentrum für ca. zwei Millionen Menschen im Südwesten Tansanias. Das Haus gehört zu den vier größten Krankenhäusern in Tansania.  Das Krankenhaus verfügt über Abteilungen für Chirurgie, Frauenheilkunde, Geburtshilfe, Innere Medizin, Kindermedizin und Tuberkulose, eine Zahnklinik und eine kleine Abteilung für Augenkrankheiten. Natürlich entsprechen die Behandlungsmethoden nur Minimalansprüchen, trotzdem sind die Erfolgsraten gut und dem größten Teil der Patienten kann geholfen werden. Rein rechnerisch braucht das Krankenhaus 15 EUR pro Patient, die mit ca 30% durch Spenden finanziert werden. Nur durch Unterstützung von Freundeskreisen des Krankenhauses und Spendengeldern kann der Betrieb Aufrecht erhalten werden, da das Land zu arm ist, um aus eigenen Mitteln alle Gelder aufzubringen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Basisgesundheitsdienst. Es wurde ein Gesundheitsprogramm für Grundschulen entwickelt. Vor allem lernen die Kinder die Ursachen von vermeidbaren Krankheiten kennen. Durch verbesserte Ernährung, Kleidung, Körperhygiene, Toilettenbau und Abfallbeseitigung sollten diese Ursachen verschwinden. Ein Laborteam konnte feststellen, dass der Parasitenbefall und auch Malaria bei den Schülern spürbar zurückgegangen ist.  Dieses gute Ergebnis war auch dem Wasserprogramm zu verdanken. Es wurden Quellen gefasst und Brunnen gebohrt. Handpumpen versorgen Schulen und stellen sicher, dass die Kinder sauberes Trinkwasser haben.  Die Materialien hierzu wurden aus Spendengeldern finanziert, die konkrete Arbeit leisten die Menschen vor Ort.

(Quelle: Br. Ansgar Stüfe OSB – St. Ottilien)