In Tansania unterstüzten wir über die Missionsbenediktiner Münsterschwarzach vor allem  zwei Projekte: das St. Josefhospital in Peramiho und die Krankenstation Litembo.

Das Krankenhaus in Peramiho dient der Erstversorgung und als Überweisungszentrum für ca. zwei Millionen Menschen im Südwesten Tansanias. Das Haus gehört zu den vier größten Krankenhäusern in Tansania.  Das Krankenhaus verfügt über Abteilungen für Chirurgie, Frauenheilkunde, Geburtshilfe, Innere Medizin, Kindermedizin und Tuberkulose, eine Zahnklinik und eine kleine Abteilung für Augenkrankheiten. Natürlich entsprechen die Behandlungsmethoden nur Minimalansprüchen, trotzdem sind die Erfolgsraten gut und dem größten Teil der Patienten kann geholfen werden. Rein rechnerisch braucht das Krankenhaus 15 EUR pro Patient, die mit ca 30% durch Spenden finanziert werden. Nur durch Unterstützung von Freundeskreisen des Krankenhauses und Spendengeldern kann der Betrieb Aufrecht erhalten werden, da das Land zu arm ist, um aus eigenen Mitteln alle Gelder aufzubringen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Basisgesundheitsdienst. Es wurde ein Gesundheitsprogramm für Grundschulen entwickelt. Vor allem lernen die Kinder die Ursachen von vermeidbaren Krankheiten kennen. Durch verbesserte Ernährung, Kleidung, Körperhygiene, Toilettenbau und Abfallbeseitigung sollten diese Ursachen verschwinden. Ein Laborteam konnte feststellen, dass der Parasitenbefall und auch Malaria bei den Schülern spürbar zurückgegangen ist.  Dieses gute Ergebnis war auch dem Wasserprogramm zu verdanken. Es wurden Quellen gefasst und Brunnen gebohrt. Handpumpen versorgen Schulen und stellen sicher, dass die Kinder sauberes Trinkwasser haben.  Die Materialien hierzu wurden aus Spendengeldern finanziert, die konkrete Arbeit leisten die Menschen vor Ort.

(Quelle: Br. Ansgar Stüfe OSB – St. Ottilien)

 

Schüler in Peramiho